Wabi Sabi in der Fotografie

 

Wabi Sabi - mal anders fotografieren

 

Wabi Sabi ist ein ästhetisches Konzept, das sehr eng mit Japan und dem Zen Buddhismus verbunden ist. Dabei ist es jedoch keine "Kunstrichtung", sondern vielmehr eine Art und Weise, Dinge wahrzunehmen: die hochentwickelte Kultur des Unperfekten, Unbeständigen und Unvollständigen, die sich in einer großen Freiheit an Formen, sublimen Farben und in formaler Einfachheit ausdrückt. Dinge, die Wabi Sabi Qualität besitzen, sind unprätentiös und unanmaßend, dennoch haben sie Präsenz und stille Autorität und beschreiben so die Vergänglichkeit des Seins, eine existentielle Einsamkeit und wehmütige Traurigkeit, kurz: die Essenz des Zen.

 

 Wabi Sabi lädt den Betrachter dazu ein, die kleinen Dinge des alltäglichen Lebens neu zu entdecken und so die Schönheit des Unauffälligen und leicht zu Übersehenden in der Natur wahrzunehmen. Gegenwartsorientiert und vertraut mit Uneindeutigkeit und Widersprüchlichkeiten, nimmt unperfekte Simplizität eine neue Bedeutung an und wird zur Grundlage eines Schönheitsideals von organischer Formen und persönlichen, individuellen Lösungen.

 

 Von Karin Ulrike Soika München www.soika.com

 

„Schöner Fotografieren" von www.andreashurni.ch.  Auch er schreibt über Wasi Sabi in der Fotografie - wer noch mehr darüber wissen möchte ;-)

 

Die Schönheit des Unperfekten – "Wegschmiede" Alexander Dammann

auf youtube https://www.youtube.com/watch?v=vgotO8IuWxo

 

 

Was Wabi Sabi für mich in der Fotografie ist:

 

Ein anderer Weg der Fotografie, Schönheit in Dingen zu finden, die unperfekt sind.

 Ich weiß nicht mehr, wie ich Wabi Sabi gefunden habe, vielleicht hat es auch mich gefunden ;-).

 Und den Geist dieser Sichtweise werde ich wohlmöglich mit meinem westlichen „Standort“ auch nur erahnen können – mehr maße ich mir gar nicht an. Für mich ist es ein Weg von mehreren, Dinge um mich herum anders zu sehen.

 

 Die Jagd nach „dem“ Bild hat durchaus ihren Reiz und die meisten Fotografen so wie ich auch,  können gar nicht anders…

 das ist auch in Ordnung. Unsere Welt bietet so unglaublich viele Momente, die wir gern festhalten möchten. Unsere perfektionistische  Welt ist mit so vielen Zwängen verbunden – denen unterliegen wir ja alle mehr oder weniger.

 

 Das Sichtbarmachen einer Welt, die sich nicht auf den ersten Blick erschließt – das ist zwischendurch ein Innehalten und eine Form der Entspannung…die mir eine kreative Auszeit beschert. Hier geht’s mal nicht nach Bildaufbau und goldenem Schnitt und der ewigen Jagd frühmorgens oder spätabends nach dem Absoluten.

 

 Wer von euch gern und viel fotografiert und neue Impulse braucht – denn manchmal möchten wir doch  sooo gern fotografieren und haben keinen blassen Schimmer, was – der versuche es mit dieser Herangehensweise. Und behaltet im Auge, dass diese Bilder ausnahmsweise nur euch gefallen sollen und nicht der großen Internetgemeinschaft, die zwar mit Lob nicht spart aber auch nicht mit vernichtender Kritik.

 

 Ich wünsche viele neue Sichtweisen oder weise Sichten :-)